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Lebendverbau

15. Dezember 2021 | Allgemein

Schon beim Schimmelreiter heißt es: „Soll euer Deich halten, so muss etwas Lebendiges hinein!“. Natürlich vergraben wir in der Erftaue keine Hunde, wie es in der Novelle angedacht war. Den sogenannten „Lebendverbau“ gibt es aber wirklich.

Eine wichtige Eigenschaft eines natürlichen Gewässers ist es, dass es sich aus eigener Kraft heraus – also eigendynamisch – verändert und entwickelt. Auch in der Erftaue wollen wir eine solche Entwicklung in Form von Uferabbrüchen und Verlandungen im Bachbett ermöglichen. In manchen Bereichen ist es aber erforderlich, Uferabbrüche zu verhindern, um beispielsweise unterirdische Leitungen zu schützen. Hierzu werden frisch geschnittene – zu Walzen gebundene – Weidenruten (Faschinenwalzen) in den Böschungsfuß eingebaut, wo diese neue Wurzeln bilden und mit dem Untergrund verwachsen. Mit der Zeit entsteht so ein Weidengebüsch, das nicht nur das Ufer festhält, sondern auch kleinen Bachbewohnern Unterschlupf bietet.

Es dauert eine Weile bis die Wurzeln ausgebildet sind und die Faschinen ihre volle Sicherungswirkung entfalten. Daher werden in kritischen Abschnitten, in denen z.B. Wege zu sichern sind, Wasserbausteine als Verbau eingesetzt. Diese sind allerdings übererdet und daher nicht mehr sichtbar.

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